Dezimierung der Biberbestände gefordert

München | Einige Abgeordnete der beiden regierenden Parteien in Bayern haben die Forderung gestellt, die Biberbestände in Bayern durch Bejagung zu reduzieren.

Der Biber (Castor fiber) war in Deutschland lange Zeit so gut wie ausgestorben. Aufrgrund wirkungsvoller Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich wieder und heutzutage gibt es wieder recht viele Biber, vor allem an den großen Flüssen Bayerns.

Zu viele, sagen manche Ökonomen. Die Nagetiere schadeten den heimischen Auwäldern und der Wirtschaft, weil auch Forste betroffen sind. Darum kam die Forderung, einige der geschützten Tiere zu erlegen.

Die Opposition im Landtag, die großen Umweltschutzvereine, aber auch das Umweltministerium waren empört über den Antrag und das letztgenannte lehnte ihn auch ohne Diskussion ab.

Aufatmen heißt es für die Biber(freunde), Geld investieren für den Staat: Allein der bayerische "Biberfonds" kostete schon 350.000 Euro, davon wurde der Großteil für Entschädigungen an Forstwirte ausgegeben.

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Kommentare: 1
  • #1

    Schnitzenbaumer Alfred (Donnerstag, 09 August 2012 14:05)

    Anstatt die Anzahl der Biber zu verringern, sollte die Anzahl der Jäger verringert werden. Biber schaffen Erholungsraum für alle Naturfreunde. Man sollte mehr Geld für Bibergeschädigte in den Fond tun. Angesichts der Milliardenverluste, die durch unsere Banker und ahnungslosen bayerischen Politiker(HypoAdria und bayerische Landesbank) verursacht wurden, ist das ja wohl noch nicht mal ein winziger Klacks.