Studie: Deutschen fehlt Naturbewusstsein

Bonn | Das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat die Ergebnisse einer aktuellen Studie vorgestellt, in der Bürger nach ihrer Meinung zum deutschen Wald befragt wurden. Zunächst erscheint das Ergebnis erfreulich: 80 Prozent der befragten wissen, dass der Wald zu den wichtigsten Lebensräumen gehört, und begrüßen eine Renaturierung, immerhin zwei Drittel sprechen sich auch für eine Wiederansiedlung wilder Tiere in deutsche Wälder aus.

Etwas nachdenklich stimmt dabei, dass jeder dritte Befragte meinte, der Wald müsse "ordentlich aussehen" und nach Möglichkeit von Totholz befreit werden - dabei ist dieses ein wichtiger Faktor für die Artenvielfalt. Auch wurde gefragt, welchen Tierarten die Befragten gern im Wald begegnen würden: Zwei Drittel freuen sich demnach, wenn sich die Populationen der Biber, Luchse und Wildkatzen vergrößern würden. Geteilter Meinung ist die Bevölkerung beim Wolf: 44 Prozent begrüßen es, dass die Tiere wieder zuwandern, 41 Prozent sehen in ihm eine Gefahr.

Interessant ist auch die gestellte Frage, ob mehr für die Natur getan muss: Eine breite Mehrheit von 83 Prozent bemängelt den sorglosen Umgang mit der Natur, 56 Prozent sehen die Bürger in der Pflicht, sie für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dass sie sich auch selbst umweltbewusst verhalten oder im Naturschutz engagieren müssten, meint allerdings weniger als ein Fünftel der Befragten.

Quellen: Spiegel Online, BfN.

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