AfD will sächsische Wölfe bejagen

Dresden | Die rechtspopulistische Kleinpartei „Alternative für Deutschland“, der im Mai dieses Jahres bereits der Einzug ins Europäische Parlament gelang, will Ende August auch in den Sächsischen Landtag einziehen. Als eine unter vielen kuriosen Positionen findet sich in ihren Reihen auch die Forderung, der Freistaat möge die in Sachsen wieder heimisch gewordenen Wölfe bejagen, da sie „die Scheu vor dem Menschen verloren“ hätten. Den einzigen Nutzen der streng geschützten Raubtiere sehen die Parteivertreter darin, dass sie behilflich bei der Regulierung von Reh- und Wildschweinpopulationen seien – obwohl die örtlichen Jagdverbände versichern, die Wölfe hätten keinerlei Einfluss auf die Bestandszahlen der genannten Tiere. Doch der mangelnde Sachverstand zum Thema überrascht kaum, schließlich findet sich im AfD-Wahlprogramm nicht einmal ein eigenes Kapitel zum Thema Natur und Umwelt.

Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, afdsachsen.de.

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Kommentare: 3
  • #1

    Andrea Balkie (Freitag, 19 August 2016 11:45)

    Ich finde das Unmöglich, das die AFD es will dass WÖLFE Geschossen werden , man eh lasst doch mal in Ruhe
    Ich liebe Wölfe sehr und diese sind sehr erschreckend Schöne Geschöpfe und bin sehr froh darüber dass die zurückkehren, nein da kommt so eine AFD und will diese erschießen , werde es nicht zulassen , werde es melden .

  • #2

    Günter (Freitag, 19 August 2016 15:23)

    ZITAT "Zur Forderung der Grünen, den Wolf aus dem sächsischen Jagdgesetz zu nehmen und des Umweltministeriums sowie der Organisation "NABU", obendrein Straßenbäume fällen zu wollen, erklärt der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban: "Natürlich muss der Wolf in Sachsen geschützt werden. Aber wieder einmal schießen Naturschützer über das Ziel hinaus. Das Abholzen von Bäumen am Straßenrand ist politischer Unfug und verursacht mehr Probleme, als es lösen würde. Die entstehenden Schneisen machen den Wald anfälliger für Sturm und trotz Kahlschlag ist nicht gewährleistet, dass der Wolf anschließend von Autofahrern besser zu sehen ist. Es müssten auch hohes Gras und Hecken entfernt werden.Ein unmöglich umsetzbares Vorhaben.Warnschilder an bekannten Wolfswegen reichen als Schutzmaßnahme völlig aus." Der Wolf sollte außerdem auch nicht aus dem Jagdgesetz genommen werden.

    Im Gegenteil - die Einbeziehung der Jäger in die Hege der Wölfe und in die Öffentlichkeitsarbeit stärkt die Akzeptanz für den Wolf bei den Bürgern. Experten, wie Diplomforstwirt Rüdiger Juffa, vom Wildtiergehege Moritzburg, stellen fest: "Der Wolf muss im Jagdgesetz bleiben, sonst gibt es im Freistaat keine Handhabe mehr gegen sogenannte Problem-Wölfe. Bisher ist Sachsen davon verschont geblieben. Derartige Fälle sind aber in Zukunft nicht auszuschließen." Abgeordneter Jörg Urban ergänzt: "Bereits im sächsischen AfD-Wahlprogramm ist dargelegt, dass die AfD ein gleichberechtigtes Wildtiermanagement gegenüber einem überdimensionierten Wolfsmanagement bevorzugt. Zudem muss die Kostenstelle für das so genannte Wolfsmanagement abgeschafft werden." ZITATENDE http://www.afdsachsen.de/presse/pressemitteilungen/afd-fraktion-baeume-fuer-besseren-wolfsschutz-zu-faellen-ist-politischer-unfug.html

  • #3

    Günter (Freitag, 19 August 2016 15:27)

    ZITAT "Doch der mangelnde Sachverstand zum Thema überrascht kaum, schließlich findet sich im AfD-Wahlprogramm nicht einmal ein eigenes Kapitel zum Thema Natur und Umwelt." ZITATENDE

    Das Kapitel 13 "Natur- Umweltschutz , Land und Forstwirtschaft"
    https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf